10 Fehler, die man beim Erlernen der spanischen Sprache vermeiden sollte
Wenn man eine Fremdsprache spricht, möchte man nicht wie ein Idiot klingen. Jeder, der eine Fremdsprache lernt, macht Fehler (es passieren auch bei der eigenen Muttersprache Fehler). Doch es gibt Fehler, die sehr leicht vermieden werden können und wenn man sie vermeidet, macht man einen besseren Eindruck auf die Muttersprachler.
Im Folgenden werden 10 häufige Fehler, die deutschsprachige Schüler beim Erlernen der spanischen Sprache machen, angeführt. Es sind nicht zwangsläufig die häufigsten Fehler, jedoch handelt es sich um Fehler, die vermieden werden können und die vermieden werden sollten, wenn man ein höheres Niveau als das eines Anfängers anstrebt.
1. Man darf nicht annehmen, dass ein spanisches Wort, das dem deutschen Wort ähnlich ist, immer dieselbe Bedeutung hat. Wörter, die die gleiche oder ähnliche Form in derselben oder in zwei verschiedenen Sprachen haben, nennt man Kognate. Viele deutsche und spanische Wörter kommen aus dem Lateinischen und häufig haben Wörter, die in zwei verschiedenen Sprachen ähnlich sind, auch dieselbe bzw. ähnliche Bedeutung.
Jedoch gibt es einige Ausnahmen und es ist nur von Vorteil diese „falschen Freunde“ zu lernen. Zum Beispiel heißt das deutsche Wort „Demonstration“ im Spanischen „manifestación“ und nicht „demostración“, was der „Beweis“ ist. Ein anderes Beispiel ist das Wort „investieren“, das man mit „invertir“ übersetzt und nicht mit „investir“, was „verleihen“ (z.B. jemanden einen Titel verleihen) bedeutet.
2. Im Spanischen sollte man nicht unnötig Pronomen verwenden: Im Englischen, zum Beispiel, wird mit wenigen Ausnahmen immer ein Subjekt benötigt. Im Spanischen kann und sollte das Subjekt des Satzes (das im Englischen häufig ein Pronomen ist) ausgelassen werden, wenn es aus dem Kontext ersichtlich und verständlich ist. Die Verwendung des Pronomens im Spanischen wäre grammatikalisch nicht falsch, aber häufig klingen die Sätze dadurch holprig.
3. Man sollte die richtigen Präpositionen lernen: Präpositionen sind bekanntlich immer eine Herausforderung beim Erlernen einer Fremdsprache. Präpositionen können nicht immer 1:1 übersetzt werden. Im Deutschen sagt man zum Beispiel „verantwortlich FÜR“ und im Spanischen sagt man „responsable DE“ und nicht „PARA“.
4. Man sollte auf die Satzstellung achten: Im Spanischen kann man nicht immer dieselbe Satzstellung wie im Deutschen beibehalten. Beim Erlernen der spanischen Sprache muss man gezielt darauf achten, wann sich die Satzstellung im Spanischen von der deutschen unterscheidet. Wenn man die Satzstellung ändert, kann sich auch die Bedeutung des Satzes ändern. Außerdem erweitert man mit dem Erlernen der verschiedenen Satzstellungen seine Sprachkenntnisse.
5. Redewendungen dürfen nicht Wort für Wort übersetzt werden: Im Deutschen sowie im Spanischen gibt es eine Reihe von Redewendungen und Sprichwörtern, deren Bedeutung nicht anhand der einzelnen Wörter erschlossen werden kann. Manche Phrasen lassen sich genau Wort für Wort übersetzen (zum Beispiel „bajo control“ – „unter Kontrolle), jedoch funktioniert das nicht bei allen. So lässt sich beispielweise die spanische Phrase „en el acto“, was „auf der Stelle“ heißt, nicht wörtlich übersetzen. Würde man diese Phrase wörtlich übersetzen, würde die deutsche Übersetzung „in der Tat“ und die spanische Übersetzung „en el sitio“ lauten, von denen beide falsch sind.
6. Man muss auf die Verwendung der Artikel (un, una, el, la, los, las) achten: Diejenigen, die Englisch lernen, wissen wie schwer es ist, die Artikel „a“, „an“, und „the“ richtig zu verwenden. Die Schwierigkeit besteht häufig darin, zu wissen, ob ein Artikel überhaupt notwendig ist oder nicht. Im Deutschen besteht die Schwierigkeit meistens darin, zu wissen, welches Genus das Wort hat, damit man nicht „das Tisch“ anstatt „der Tisch“ sagt. Nichtmuttersprachler haben oft Schwierigkeiten, die Artikel richtig zu verwenden und so geht es auch denjenigen Schülern, die Spanisch als Fremdsprache lernen.
Die falsche Verwendung der Artikel behindert zwar das Verständnis nicht, aber verrät sofort, dass man Schwierigkeiten mit der Fremdsprache hat.
7. Man muss den Subjuntivo beherrschen: Den Subjuntivo gibt es im Deutschen nicht. Im Spanischen ist der Subjuntivo eine Möglichkeitsform, die sprecherbezogen ist und Wünsche, Zweifel, Gefühle etc. ausdrückt. Der Subjuntivo muss in diesen Fällen (z.B. beim Ausdruck eines Wunsches) angewendet werden. Man drückt damit weit mehr aus, als bloß eine einfache Aussage oder eine einfache Frage.
8. Man sollte auf die richtige Aussprache achten: Die spanische Aussprache ist nicht allzu schwer zu erlernen und man sollte sich so oft wie möglich bemühen, die Aussprache der Muttersprachler nachzuahmen. Die häufigsten Fehler werden bei der Aussprache vom „b“ und „v“ gemacht, die Deutschsprachige unterschiedlich aussprechen (die Spanier machen jedoch keinen Unterschied bei der Aussprache dieser zwei Buchstaben). Weiters können viele das R nicht rollen, vor allem die Engländer tun sich damit schwer.
9. Man darf nicht immer davon ausgehen, dass alles, was im Lehrbuch (oder in diesem Artikel) steht, richtig ist: Auch gebildete Menschen reden und schreiben nicht immer grammatikalisch richtig. Auch wenn das Spanische nach den Grammatikregeln immer verständlich ist, werden sie häufig in der gesprochenen Sprache nicht beachtet. Wenn man im Spanischen sattelfest ist, sollte man sich trauen, genauso zu sprechen, wie man es von den Spaniern hört.
10. Man sollte nicht Angst davor haben, Fehler zu machen: Jeder macht Fehler und am Schlimmsten ist es, wenn man sein Wissen nicht anwendet, nur weil man Angst hat, Fehler zu machen. Man sollte immer daran denken: Unabhängig davon, wie viele Fehler man macht und in welchem spanischsprachigen Land man auch ist, schon allein die Tatsache, dass man sich bemüht eine Fremdsprache zu lernen, wird immer geschätzt.








